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Der Siebdruck ist das fast ausschließlich für unsere Folien angewandte Druckverfahren. Während etwa beim Offset- oder Tiefdruck zwei
Arbeitsschritte nacheinander ausgeführt werden müssen – nämlich
das Einfärben der Druckform und das anschließende Drucken -, wird
beim Siebdruck die Farbe mit einem Rakel durch ein Sieb direkt auf
das zu bedruckende Material gedrückt. Das Sieb wirkt dabei wie
eine Schablone. Zur Herstellung eines Drucksiebes wird in einer
Dunkelkammer auf ein feines Siebgewebe (zum Beispiel aus Natur-
oder Chemiefasern) ein lichtempfindlicher Film gegossen,
getrocknet und im Kontaktverfahren ein Bild aufbelichtet und
entwickelt. An den belichteten Stellen härtet der Film aus, an den
unbelichteten Stellen wird der Film ausgewaschen. Auf diese Weise
entstehen farbdurch- und farbundurchlässige Siebbereiche
(Fotoschablone). Die Auflösung beim Drucken ist maßgeblich durch
die Feinheit des Siebes bestimmt. Je feiner allerdings das Sieb,
um so weniger Farbe kann pro Druckschritt aufgetragen werden.
Im Siebdruck lässt sich, verglichen mit anderen
Verfahren, mit einem Druckschritt die größtmögliche Menge
Farbpigment aufbringen - und zwar bis zu einer Dicke von 0,1
Millimeter. Wegen des hohen Pigmentgehaltes und der pro
Druckschritt erreichbaren Schichtdicke entsteht ein Druckbild mit
hoher Opazität und Farbdichte. Das ist wichtig für Anwendungen in
Durchlichttechnik, in denen bedruckte Folien hinterleuchtet
werden. Im Automobilbau sind mit Hilfe der Durchlichtechnik
Folien-Bauteile mit Tag-Nacht-Design wie etwa Zifferblätter oder
Heizungslüftungsblenden umsetzbar. Im IT-Bereich werden
beispielsweise Tastaturen und Gehäuse von Mobiltelefonen,
Schaltmatten und Membranschalter auf diese Weise hinterleuchtet.
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