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[Kunststoff-Karosserieteile mit Class A-Oberfläche]

Branchen: Karosseriefolie Exterior


Bauteilkonzept:

Karosserieteile aus Kunststoff liegen im Trend. Sie sind meist deutlich leichter als ihre Pendants aus Metall. Außerdem eröffnet Kunststoff generell größere Gestaltungs- und Designfreiheiten, was die kostensparende Modulbauweise erleichtert. Nicht zuletzt sind Kunststoffe durchlässig für Antennensignale.
Zur Fertigung entsprechender Karosserie-Strukturbauteile werden meist glasfaser- oder mineralverstärkte Duromere oder Thermoplaste eingesetzt. Die Verstärkung ist notwendig, um eine ausreichende Festigkeit zu erreichen. Allerdings lassen sich besonders wegen des hohen Füllstoffanteils nur unter großem Aufwand Class A-Oberflächen erhalten. Dieses Problem wird in aktuellen Konzepten mit verformbaren Kunststofffolien gelöst.
Sie dienen als Deckmaterial oder als Träger der Lackschicht und werden beim Fertigungsprozess hinterspritzt oder hinterschäumt. Speziell für solche Konzepte haben wir Foliensysteme maßgeschneidert, die bereits in Serien- und Entwicklungsprojekten eingesetzt werden.

Für horizontale, temperaturbelastete Bauteile sind die Polycarbonat-basierenden Folien Makrofol® DE und Makrofol® DP 1231 vorgesehen. Letztere ist eine Zweischichtfolie, die auf der einen Seite aus PC und auf der anderen aus einem PC/ABS-Blend besteht. Für vertikale, weniger wärmebelastete Komponenten eignet sich Bayfol® DF-A (ABS-Folie).
Unsere Folien können vorlackiert oder mit einer passenden Lackfolie beschichtet werden (Paint Film-Technology). Dadurch eröffnet sich Automobilherstellern eine wirtschaftliche Alternative zur kostenintensiveren und umwelttechnologisch aufwändigeren Karosserie- bzw. offline-Lackierung einzelner Bauteile. Im Falle der vorlackierten Folie findet ein oft zweischichtiger Lackaufbau aus farbigem Basis- und klarem Decklack Verwendung, der erst nach dem Thermoformen der Folie endgültig ausgehärtet wird.

Die Folien können sowohl im Film Insert Molding(FIM)-Verfahren mit Thermoplasten hinterspritzt als auch mit Langfaserverstärkten Polyurethan(PUR)-Systemen oder Structural Reaction Molding(S-RIM)-PUR-Systemen hinterschäumt werden. Für die Hinterschäumtechnik eignet sich besonders Makrofol® DP 1231, weil sein Zweischichtaufbau für eine gute Haftung zum Lack und zum PUR-Träger sorgt.

Wir unterstützen unsere Kunden bei der Entwicklung von Karosserieteilen mit einem umfangreichen Service – so etwa mit Simulationstools zur Bauteilgestaltung oder Technikumsanlagen für das Hinterspritzen und Hinterschäumen. Bei Materialfragen kommt unseren Partnern das Know-how zugute, über das Bayer MaterialScience als einer der weltweit führenden Hersteller von PUR-Systemen, PUR-Lackrohstoffen und Thermoplasten verfügt.


Detail Information:
Produkt:  Makrofol® DE 231 2-2 740002