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Digitaldruck und Folienhinterspritzen erstmals zusammengeführt

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hieße liebe Bild ergänzen
Jahr: 2008
Branchen: Schilder und Werbedisplays


Bauteilkonzept:

Eine Handyschale mit dem Konterfei des Handybesitzers, der Deckel des Laptops, auf dem die glückliche Familie strahlt? Dreidimensionale Kunststoffteile, die nach individuellen Wünschen von Endverbrauchern photorealistisch dekoriert sind, waren bisher eher die Ausnahme. Das könnte sich ändern. Denn erstmals ist es gelungen, die digitale Drucktechnik mit dem Folienhinterspritzen, auch Film Insert Moulding (FIM) genannt, zu verknüpfen. Möglich wurde dies dank eines neuen Folienaufbaus, den wir in Kooperation mit Hewlett Packard Indigo und der Schweizer Firma Folex imaging entwickelt haben. Er besteht aus einer digital bedruckbaren Polycarbonat-Folie auf Basis Makrofol®, auf die nach dem rückseitigen Bedrucken eine spezielle zweite Folie auflaminiert wird. Der resultierende Verbund lässt sich mit dem High Pressure Forming (HPF)-Verfahren tiefziehen und mit Kunststoff hinterspritzen. Die Druckqualitäten der Dekore liegen mit 812 bis 2400 dpi (virtuell) deutlich höher als beim Rastersiebdruck und reichen an diejenigen des Offsetdrucks heran.
Der digitale Druck hat gegenüber dem Siebdruck mehrere Vorteile. Rüstzeiten beim Druck entfallen, Drucksiebe und -filme werden nicht benötigt. Kleine Stückzahlen bis hin zur Auflage „1“ sind besonders wirtschaftlich umsetzbar. Denn das Design wird bei jedem Druckvorgang digital erzeugt und direkt auf die Folie übertragen, was schnelle Dekorwechsel und damit die Individualisierung des Drucks erlaubt. Wichtig für den Kunststoffverarbeiter: Es ist nicht zwingend notwendig, in zusätzliche Anlagen für den Druck zu in-vestieren. Denn dieser Arbeitsschritt lässt sich problemlos im Rahmen von Outsourcing-Projekten nach „draußen“ vergeben.


Detail Information:
Produkt:  Makrofol